Heim-GP Germany beim MSC Teutschenthal – EMX250ccm

 

Am vergangenen Wochenende stand für mich das Heimrennen der Europameisterschaft 250ccm in Teutschenthal auf dem Programm.

Mit insgesamt 55 Fahrern, aufgeteilt in zwei Gruppen, war die Konkurrenz stark besetzt. Entsprechend groß waren die Anspannung und die Vorfreude auf das Rennen.

 

Im Qualifying lief es zunächst knapp, aber erfolgreich. Mit Platz 19 konnte ich mich für die Wertungsläufe qualifizieren und damit das erste wichtige Ziel des Wochenendes erreichen.

 

Der erste Lauf begann jedoch alles andere als optimal. Die Strecke war extrem hart und gleichzeitig sehr schmierig, was die Bedingungen schwierig machte.

Bereits in der Anfangsphase bekam ich einen großen Erdklumpen gegen den Helmschirm, sodass ich in die Box musste, um diesen (Helmschirm) entfernen zu lassen.

Anschließend kämpfte ich mich wieder ins Rennen zurück. Leider folgte wenig später ein Sturz, bei dem ich kurzzeitig leicht die Orientierung verlor. Zwar fuhr ich zunächst weiter, merkte jedoch schnell, dass es unter diesen Umständen wenig Sinn machte, das Rennen fortzusetzen. Deshalb entschied ich mich, das Rennen vorzeitig zu beenden und wurde als DNF gewertet.

 

Die Diagnose lautete anschließend: leichte Gehirnerschütterung. Noch am selben Abend musste ich mich der vorgeschriebenen Untersuchung durch die Rennverantwortlichen im Medical Center unterziehen.

 

Trotz des Rückschlags war mein Wille, am nächsten Tag wieder an den Start zu gehen, ungebrochen.

 

Der zweite Lauf stellte Fahrer, Mechaniker und Teams vor eine völlig neue Herausforderung. Kurz vor dem Rennen öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete in Strömen. Die Bedingungen wurden extrem anspruchsvoll. Beim Start dann der nächste Schockmoment: Mein Motorrad sprang nicht an. Während das gesamte Feld bereits unterwegs war, stand ich noch etwa zehn Sekunden am Startgatter. Glücklicherweise bekam ich die Maschine doch noch zum Laufen und nahm die Verfolgung auf.

Von da an hieß es: sitzen bleiben, Fehler vermeiden und alles geben. Runde für Runde konnte ich mich nach vorne kämpfen. Unter den schwierigen Bedingungen gelang es mir, das Rennen auf Platz 20 zu beenden und damit einen wichtigen EM-Punkt mitzunehmen.

 

Nach einem Wochenende mit vielen Höhen und Tiefen bin ich stolz auf den Kampfgeist des gesamten Teams. Ein großer Dank geht an meine Mechaniker, Unterstützer, Sponsoren und alle Fans, die mich beim Heim-GP unterstützt haben.

 

Aufgrund der noch immer anhaltenden Knieschmerzen aus der Woche zuvor haben mein Team und ich beschlossen, den nächsten EMX250-Lauf in Kegums auszulassen.

Die zusätzliche Pause habe ich genutzt, um meinem Körper die nötige Regeneration zu geben und die Woche bewusst etwas ruhiger zu gestalten, die Belastung kontrolliert zu steigern und national weitere wichtige Rennerfahrung zu sammeln.

 

Die Saison ist noch lang, und jetzt gilt es, die Gesundheit an erste Stelle zu setzen, um anschließend wieder voll angreifen zu können. ??

 

#Euer Eric Rakow #275

 

 

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© Mandy Rakow